Satzung

Satzung

St. Laurentius – Bogenschützen – Bruderschaft 1885 Vetschau e.V.

§1

Der Verein führt den Namen „St. Laurentius – Bogenschützen – Bruderschaft 1885 Vetschau e.V.” und ist dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V., der seinen Sitz in Köln hat, angeschlossen. Der Verein ist Nachfolger des bisherigen nichteingetragenen Vereins „St. Laurentius – Bogenschützen – Bruderschaft 1885 Vetschau”. Der Verein hat seinen Sitz in Aachen (Vetschau). Der Verein wird rechtsfähig durch Eintragung im Vereinsregister.

§2

Der Zweck des Vereins ist:

Pflege des Schießsports, Förderung der Jugend, Ausübung von Trainingsschießen und Schießturnieren, Förderung des freundschaftlichen Gemeinsinns, der Kameradschaftlichkeit, Erfüllung sozialer Belange, eigenverantwortlich und im Zusammenhang mit Behörden.

Die St. Laurentius – Bogenschützen – Bruderschaft Vetschau verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung §51 – §68. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Gewinne und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden und bei Auflösung oder bei Aufhebung des Vereins keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegen den Verein. Keine Person darf durch Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3

Die Mitglieder des Vereins setzen sich zusammen aus:

  1. Ehrenmitgliedern
  2. aktiven Mitgliedern
  3. inaktiven Mitgliedern (siehe Geschäftsordnung)
  4. fördernden Mitgliedern (Gönner).

Die Ehrenmitgliedschaft wird durch Versammlungsbeschluß verliehen. Die aktiven Mitglieder unterliegen einem Aufnahmeverfahren. Der Status eines inaktiven Mitglieds ist ausscheidenden aktiven Mitgliedern auf eigenen Antrag vorbehalten. Sie unterliegen keinem Aufnahmeverfahren und können auf eigenen Antrag Jederzeit wieder ohne Aufnahmeverfahren aktives Mitglied werden. Den Status eines fördernden Mitglieds erwirkt jede Person, welche durch Zahlung eines in der Geschäftsordnung festgelegten Jahresbeitrags ihre Verbundenheit mit der Bruderschaft bekunden will. Sie unterliegen keinem Aufnahmeverfahren, haben keine Rechte und Pflichten und sind nicht stimmberechtigt.

§4

Jeder unbescholtene Bürger aus Vetschau und näheren Umgebung, der das 14. Lebensjahr vollendet hat kann als aktives Mitglied in die Bruderschaft aufgenommen werden, wenn er sich der Satzung unterwirft.

Er hat den Aufnahmeantrag schriftlich zu stellen. Dieser Antrag wird in der nächsten Versammlung nach Eingang vorgetragen.

Auf der dritten darauffolgenden Versammlung wird der Antrag zur Abstimmung gebracht, falls er nicht zurückgezogen wurde. Während dieser Zeit kann der Antragsteller an den Schießübungen und geselligen Veranstaltungen der Bruderschaft teilnehmen. Bei der Abstimmung entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.

§5

Die Jährlichen Mitgliedsbeiträge werden in der Jahreshauptversammlung festgesetzt und in die Geschäftsordnung aufgenommen.

§6

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.

Jedes Mitglied kann den Austritt aus dem Verein durch Schriftform erklären. Mündliche Erklärungen haben keine Gültigkeit. Der Ausschluss eines Mitglieds kann auf Versammlungsbeschluß mit einfacher Stimmenmehrheit erfolgen, wenn:

  1. der Jahresbeitrag nach dreimaliger Mahnung nach Fälligkeit nicht gezahlt wird
  2. sich ein Mitglied eines entehrende Vergehens schuldig macht
  3. ein Mitglied durch Handlungen das Ansehen des Vereins gefährdet bzw. schädigt
  4. ein Mitglied streitsüchtig ist, sich den Beschlüssen der Versammlung gröblich widersetzt.

Das ausgeschlossene Mitglied verliert alle Rechte des Vereins und kann nicht wieder als Mitglied aufgenommen werden. Der im Austrittsjahr fällige Beitrag ist voll zu leisten. Teilrückerstattungen erfolgen nicht. Das ausgeschiedene Mitglied hat keinen Anspruch auf einen Teil des Vereinsvermögens.

Durch Annahme der Satzung ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

§7

Die Organe des Vereins sind:

  1. der Vorstand
  2. die Mitgliederversammlung

§8

Am ersten Freitag eines jeden Monats (außer Dezember) findet eine Mitgliederversammlung statt, zu der keine besondere Einladung ergeht. Durch Beschluss kann die Mitgliederversammlung auf einen anderen Tag verlegt werden. Die Versammlungen sind beschlussfähig, wenn die Hälfte der geladenen Mitglieder anwesend ist. Ist dies nicht gegeben, so erfolgt eine zweite Versammlung eine Stunde später, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienen beschlussfähig ist. Den Vorsitz in den Versammlungen führt der Präsidenten, bei dessen Verhinderung der stellvertretende Präsident, bei Verhinderung beider ein vom Präsident bestimmter Vertreter.

Die Versammlungen fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der Erschienenen, es sei denn Gesetz oder Satzung schreiben eine andere Stimmenmehrheit vor. Bei Anträgen wird über den weitest gehenden zuerst abgestimmt. In jeder Versammlung wird ein Protokoll von dem Geschäftsführer angefertigt, das vom Geschäftsführer und dem Versammlungsleiter unterschrieben wird. Das Protokoll ist in der nächsten Versammlung den Anwesenden zur Genehmigung vorzulegen. Im Monat Dezember findet die Mitgliederversammlung, welche gleichzeitig Jahreshauptversammlung und alle 3 Jahre Generalversammlung ist, am zweiten Sonntag statt. Zu ihr werden alle in §3 Ziffer 1 – 3 genannten Mitglieder 14 Tage vorher eingeladen.

§9

Der Vorstand besteht aus:

1)

a. dem Präsidenten
b. dem stellvertretenden Präsidenten
c. dem Geschäftsführer
d. dem Schatzmeister
e. dem Schießmeister
f. dem Jungschützenmeister
g. dem Hauptmann
h. dem Fähnrich
i. dem Präses

Der Vorstand  i.S.d. §26 BGB besteht aus Ziffer 1, a – d  genannten Vorstandsmitgliedern, wovon je zwei vertretungsberechtigt sind.

Der Schießbereich untersteht dem Schießmeister, bei den Jungschützen dem Jungschützenmeister.

Der Vorstand wird von der Generalversammlung für 3 Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind alle in §3 Ziffer 1 – 3 genannten Mitglieder. In angemessener Frist vor dem Wahltermin wird von der Mitgliederversammlung der Wahlvorstand bestimmt, der die Wahl sorgfältig vorbereitet.

Für jede Funktion (außer Präses) innerhalb des zu wählenden Vorstandes, in den nur aktive Mitglieder gewählt werden können, können Vorschläge schriftlich oder mündlich erfolgen.

Das Präses ist geborenes Vorstandsmitglied.

Die vorgeschlagenen Mitglieder werden befragt, ob sie die Kandidatur annehmen. Für jede Funktion wird einzeln abgestimmt. Die Abstimmung erfolgt in geheimer Wahl, es genügt die einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit ist ein zweiter Wahlgang erforderlich, bei nochmaliger Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom Präsidenten oder bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Präsidenten einberufen werden. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden. Beim Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wird bei der nächsten Jahreshauptversammlung ein Ersatzmann gewählt.

§10

Neben dem Vorstand werden jährlich zwei Kassenprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen bestellt, die zur Jahreshauptversammlung einen Prüfungsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen haben.

§11

Die Auflösung des Vereins kann nur erfolgen, wenn sich die Zahl der aktiven Mitglieder auf 6 Personen verringert oder wenn ein Antrag auf Auflösung gestellt wird und mindestens zweidrittel der Anwesenden der Auflösung zustimmen. Im Falle der Auflösung des Vereins, sowie bei Wegfall des bisherigen Zwecks, fällt sein Vermögen der Pfarre „ St. Laurentius in Aachen-Laurensberg“ zu. Diese soll das Vermögen unmittelbar und ausschließlich zu gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken verwenden, jedoch etwaige Sachwerte wie Fahnen, Königssilber und Armbrüste sowie Urkunden und Protokollbücher und ähnliches aufbewahren.

Im Falle der Neugründung einer gemeinnützigen Bruderschaft Aachen- „Ortsteil – Vetschau“ mit gleicher Zielsetzung hat die Pfarre „St. Laurentius in Aachen – Laurensberg“ die oben genannten Sachwerte an die neugegründete Bruderschaft herauszugeben.

§12

Alles weitere für den laufenden Geschäftsbetrieb regelt die Geschäftsordnung.

Aachen – Vetschau, den 11. Dezember 1988